INHALTSVERZEICHNIS
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1. VORWORT
Liebe Leserinnen und Leser, 2009 war ein Jahr der Jubiläen. 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und 60 Jahre Verband der Siebenbürger Sachsen. 20 Jahre seit dem Mauerfall und dem Ende der Ceausescu-Diktatur in Rumänien. 2009 war aber auch das Jahr, in dem Klaus Johannis fast Premierminister von Rumänien geworden wäre und Herta Müller tatsächlich den Literaturnobelpreis erhalten hat.
Die Banater Schriftstellerin hat entscheidend dazu beigetragen, dass das öffentliche Interesse an der Vergangenheitsbewältigung in letzter Zeit sprunghaft gewachsen ist. Unsere Dezember-Umfrage ergibt jedoch ein anderes Bild: Gut 40% der Befragten gaben an, kein Interesse an ihren Securitate-Akten zu haben. Weitere 30% wussten gar nicht, dass man beim Nationalen Rat zur Aufarbeitung der Securitate-Archive (CNSAS) in Bukarest einen Antrag auf Akteneinsicht stellen kann.
In unserer ersten Umfrage des Jahres 2010 möchten wir von Ihnen wissen, inwieweit Sie die aktuelle rumänische Presse verfolgen.
Wir wünschen Ihnen ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr. |
2. SBZ-ARTIKEL
Die rumänische Revolution von 1989: Ursachen - Akteure - Verlauf Zwanzig Jahre sind vergangen seit 1989, dem wundersamen Jahr, als die Berliner Mauer fiel und die kommunistischen Regime in den Staaten Osteuropas wie Dominosteine fielen, ohne dass die Sowjetunion entsprechend der jahrzehntelang gültigen "Breschnew-Doktrin" eingegriffen hätte. Innerhalb des sowjetischen Hegemonialsystems spielte das kommunistische Rumänien seit Stalins Tod eine zunehmende Sonderrolle, die durch eine relative Unabhängigkeit seiner Außen- und Außenhandelspolitik einerseits und durch eine nationalkommunistische Ideologie gekennzeichnet war. Diese Politik liefert den Schlüssel zum Verständnis der Besonderheiten der Ursachen, der Akteure und des Verlaufs der rumänischen Revolution. In dem folgenden Aufsatz analysiert die bekannte Politikwissenschaftlerin Dr. Anneli Ute Gabanyi Ursachen und Verlauf der Revolution aus heutiger Sicht. mehr...
Publikationen gespendet: Siebenbürgische Bibliothek ist auf Hilfe angewiesen "Schicken Sie uns Ihre Publikationen unaufgefordert und kostenlos zu", baten wir vor einem halben Jahr in der Siebenbürgischen Zeitung (Folge 10 vom 30. Juni, Seite 10). Seither sind etliche Landsleute diesem Aufruf gefolgt und haben uns die von ihnen verfassten Bücher und Aufsätze geschickt, die in unserem Bestand fehlten, oder sie haben uns noch unveröffentlichte Typoskripte sowie Fotos, Alben u.a.m. anvertraut, ebenso Tagebücher und Aufzeichnungen aus dem Familienbesitz oder sorgfältig erstellte Transkriptionen interessanter Eintragungen in Familienbüchern. mehr...
Baden-Württemberg fördert Kulturarbeit Der Landesbeauftragte für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler des Landes Baden-Württemberg, Innenminister Heribert Rech, traf sich am 30. November mit Pressevertretern des Bundes der Vertriebenen (BdV) und der Landsmannschaften zu einem Jahresabschlussgespräch sowie einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung "Ihr und Wir. Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg". mehr...
Aktuelle Schlagzeilen: » Dr. Bernd Fabritius: Siebenbürger Sachsen - eine Gemeinschaft » Volker Petri: Ein großes Licht sehen » Delegationsreise des Patenlandes NRW nach Rumänien » Harmonie in Heilbronn » Haltrich-Märchen neu aufgelegt » Kalten Krieg auch am Englischen Garten gewonnen » In der Kirchenburg Frauendorf "etwas für die Zukunft schaffen" » Neuerscheinung: "Geschichte der Nordsiebenbürger Sachsen" von Dr. Michael Kroner » Peter Maffay wirbt um Partner für soziales Projekt in Radeln » Zweites Internetseminar "Nachbarschaft im Netz" » Schafleuchter und Leuchtersingen am Heiligen Abend » Geburt tröstete uns: Vor 20 Jahren in Großau das Ende der Ära Ceausescu erlebt » Ein Kinderbrief "An das Christkind im Feindesland!" » Kleine Weihnachtsgeschichte » Neujahrsempfang in Gundelsheim » Weihnachts- und Neujahrsgruß der SJD » Grußwort des HOG-Verbandes » Schloss Horneck ist vielen ans Herz gewachsen » Rumäne als neuer EU-Agrarkommissar vorgeschlagen » Siebenbürgenhilfe aus dem Bayerischen Wald » Ausstellung in Köln: Andreas Szöke: "pathologie" » Bukarester Musikhochschule kauft siebenbürgische Kirchenmusikwerke » 32 Jahre für die Gemeinschaft: Walter Klemm wird 70 » Wilhelm Ernst Roth: 20 Jahre Augsburger Kulturreferent » Enni Janesch mit Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt » Neues HDO-Journal erschienen » Helmut Sadlers Kantate "Lebens-Stufen" uraufgeführt » "Gefährliche Launen" - Gedichtband von Nora Iuga » Jugendskilager am Hochkönig » Jahrbuch 2009 der Allgemeinen Deutsche Zeitung für Rumänien » Die Original "Weinländer" aus Mediasch » Jugendliche untersuchen den Wandel des Ceausescu-Bildes » Kinderbuchautorin Karin Gündisch las in Bad Kissingen » Burzenländer Musikantentreffen » Schritt für Schritt zu Bronze und Silber » "Von Wort zu Wort": Monika Kafka liest in München » Grundmauern der ersten Zisterzienserkirche in Kerz entdeckt » Posthume Ehrung für Daniel Thellmann » 25 Jahre Siebenbürger Musikanten Rüsselsheim » Szenische Lesung über Revolution: "Die Sehnsucht namens Freiheit » Landsleute in Kanada: Veranstaltungsspiegel » "Flucht aus dem Reich Ceausescus" » Herbstball mit Mara Kayser in Böblingen » "An Gedicht åf Såchsesch" » Germanistiklehrstuhl in Hermannstadt feierte 40-jähriges Jubiläum
Weitere aktuelle Artikel finden Sie im Archiv der Siebenbürgischen Zeitung Online Diese Artikel sowie weitere Nachrichten aus den Kreisgruppen des Verbandes und aus den Heimatortsgemeinschaften finden Sie 20 Mal jährlich in der Siebenbürgischen Zeitung. Jetzt Probezeitung bestellen. |
3. BUCH-TIPPS
"Die Siebenbürger Sachsen über sich selbst"
Um es vorwegzunehmen: Der Inhalt des Buches hält, was der Titel verspricht. Vorgestellt werden die Ergebnisse der ethnologischen Untersuchungen in den beiden Dörfern Deutschweißkirch und Meschendorf, die sich nahezu ausschließlich auf Interviews mit sächsischen Gewährspersonen stützen - und diese sind im Buch wiedergegeben. Auf der Grundlage von Befragungen hatte ein Team von Fachleuten des Volkskundemuseums Kronstadt unter der Leitung von Ligia Fulga bereits kurz nach Einsetzen der massiven Auswanderung der Sachsen 1990 damit begonnen, eine systematische Dokumentation der sächsischen bäuerlichen Kultur durchzuführen. Folgerichtig waren die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums in das vom Kulturrat 1991 - 1998 durchgeführte Projekt der "Dokumentation des siebenbürgisch-sächsischen Kulturgutes" mit einbezogen worden (ihnen ist z.B. die Bearbeitung der Stadt Zeiden im Band 3.4 der Denkmaltopographie Siebenbürgen, Kreis Kronstadt, Heidelberg 2002 zu verdanken), während die Zusammenarbeit mit dem Kulturrat über ein Kooperationsabkommen mit dem Siebenbürgischen Museum Gundelsheim festgeschrieben wurde.
Wenn die Ergebnisse dieser ethnologischen Bestandsaufnahme - die übrigens über 60 sächsische Ortschaften Südsiebenbürgens umfasst - erst jetzt das Licht der Öffentlichkeit erblicken, liegt das weniger an der naturgemäß viel Zeit beanspruchenden wissenschaftlichen Auswertung: Es ist vielmehr die Fragestellung nicht allein nach der Identität der Siebenbürger Sachsen (vor bzw. während der Auswanderung), sondern auch nach einem möglichen Identitätswandel der heute in Siebenbürgen verbliebenen Landsleute - die konsequenterweise eine erneute Befragung der(selben) Gewährspersonen nach einem gewissen zeitlichen Abstand erforderlich machte.
Interviews mit Gewährspersonen gehören seit eh und je zum Repertoire ethnographisch-ethnologischer Feldforschung, deren Aufzeichnungen in der Regel archiviert werden und als Grundlage für die wissenschaftliche Auswertung dienen. Die konsequente Veröffentlichung, d.h. Offenlegung der Befragungen ist ebenso neu wie die vergleichende Wiederaufnahme der Interviews nach 14 - 16 Jahren und deren Auswertung, wodurch ein authentisches Bild der nach 1990 stattgefundenen Veränderungen bzw. Umbrüche innerhalb der notgedrungen stark reduzierten Gemeinden und des Gemeinschaftslebens entsteht. Die detaillierte Schilderung des traditionellen Kronenfestes in Deutschweißkirch bis 1990 und im Vergleich dazu im Jahre 2005 möge als Beispiel hierfür dienen. Von besonderem Interesse sind die Interviews auch durch ihren "Erinnerungswert", da viele mitgeteilte Fakten der befragten Erlebnisgeneration nicht allgemein bekannt oder aufgezeichnet waren. Wer weiß denn Bescheid über die in Deutschweißkirch ehemals funktionierende Windmühle - eine für Siebenbürgen äußerst seltene technische Einrichtung -, oder über den bis zum 2. Weltkrieg in Meschendorf erfolgreich betriebenen Weinbau? Vermutlich nur einige wenige, in der Hauptsache Fachleute, da eine der wiederum sehr seltenen Baumkeltern aus Meschendorf heute im Dorfmuseum Bukarest zu bestaunen ist.
Diese wenigen Beispiele mögen das breite Spektrum und die Vielfalt und Dichte der aufgezeichneten Daten und Fakten vermitteln. Sie beruhen auf dem als "ganzheitlich" zu bezeichnenden methodischen Ansatz der ethnologischen Forschung, mit dem die Kronstädter Fachleute wiederum Neuland betreten haben: Nicht etwa die Trachten allein, die Haus- und Wohnkultur oder die traditionellen Bräuche werden gezielt hinterfragt und untersucht - es ist das gesamte Dorf mit seinen kulturlandschaftlichen und gesellschaftspolitischen Gegebenheiten, das einer umfassenden Dokumentation und wissenschaftlichen Analyse unterzogen wird. Dieser Forschungsansatz geht auf jahrzehntelange Untersuchungen der internationalen Denkmalpflege unter dem Dach des wissenschaftlichen Komitees für ländliche Architektur CIAV von ICOMOS zurück, freilich nur zum "gebauten" Erbe.
Es ist das Verdienst vornehmlich der asiatischen Kollegen, den Schlüssel für das Verständnis der vielfältigen Äußerungen der ländlich-bäuerlichen Kultur in der Erforschung des "Dorfes" und damit der Dorfgemeinschaft als kleinste "vernakuläre", d. h. ländliche Einheit gefunden zu haben. Diese wiederum erschließt sich erst durch die Kenntnis der "geo-morphologischen" Gegebenheiten der Landschaft, in die das Dorf eingebettet ist: Topographie, Bodenbeschaffenheit, Vegetation und Klima sind ausschlaggebend für die Struktur der Dorfanlage, für die Bauweise durch Verwendung der vorhandenen Baumaterialien, für die Art der Beschäftigung der Dorfbewohner, wie Ackerbau, Viehzucht oder Weinbau, die ihrerseits die funktionale Aufteilung, die innere Organisation der Bauernhöfe bedingt. Diese Vorgehensweise bei der Erforschung der ländlichen Architektur ist bislang - weltweit - nur in Siebenbürgen, bei der Durchführung des Projektes Dokumentation des siebenbürgisch-sächsischen Kulturgutes angewandt worden, dessen Ergebnisse über die "Denkmaltopographie Siebenbürgen" zugänglich sind.
Für die ethnologische Forschung ist das vorliegende Buch die erste umfassende Arbeit dieser Art, deren ganzheitlicher Ansatz nicht allein den angesprochenen Fachmann, sondern auch den interessierten Laien überzeugen. Die Art der Beschäftigung bedingt nämlich notgedrungen die Arbeitsabläufe der Dorfbewohner, die wiederum zur Herausbildung der Tradition gewordenen Bräuche des dörflichen Gemeinschaftslebens im Jahresverlauf geführt hat. Dass Letztere wiederum u.a. die "Kleiderordnung" der Dorfbewohner entscheidend mitgeprägt haben, ist hinlänglich bekannt, und sie sind ein materieller Ausdruck der immateriellen, seit Jahrhunderten gepflegten Kultur des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Folgerichtig finden wir alle erdenklichen Daten zu den beiden Dörfern Deutschweißkirch und Meschendorf, von den landschaftlichen Gegebenheiten über die Dorfanlage mit Grundriss und den kartierten denkmalwerten Bauten bis hin zu der Beschäftigung der Dorfbewohner, ihre Wohnkultur oder die technischen Gemeinschaftseinrichtungen, die Trachten und damit die traditionelle Kleiderordnung - z.B. Alltags- und Festtracht in Abhängigkeit vom Status ihrer Träger, aber auch zu der Organisation des Gemeinschaftslebens, festgelegt aufgrund Jahrhunderte alter bewährter Traditionen, gepflegt von den Nachbarschaften, den Schwester- und Bruderschaften, allesamt unter dem Mantel der evangelisch-lutherischen Kirche.
Aus diesem "Gesamtkonvolut" erst erschließt sich die Charakteristik einer ländlich-bäuerlichen Kultur und damit die Identität der sächsischen Dorfgemeinschaften. Die geschichtlichen Hintergründe zur Herausbildung dieser Identität werden in der Konrad Gündisch zu verdankenden historischen Einleitung prägnant und einfühlsam vermittelt. Die über Interviews aufgezeichneten Informationen der Gewährspersonen haben die Kronstädter Fachleute strukturiert und wissenschaftlich ausgewertet, ergänzt durch historische Fotos aus den Familienalben der Befragten, wodurch authentische Bilder aus vergangenen Zeiten des dörflichen Lebens vermittelt werden. Eine weitere Ergänzung bilden die Fachkommentare von Michael Markel, ehemals Deutschweißkirch, heute Nürnberg. Besonders hervorzuheben sind schließlich die für jedes Dorf ausgearbeiteten Glossare der verwendeten Fachausdrücke in der jeweiligen Mundart, in deutscher und rumänischer Sprache, die Horst Schuller, dem Autor der Übersetzungen, zu verdanken sind.
In Anbetracht der außerordentlichen Dichte und Fülle an Informationen, die das ganzheitliche Bild der siebenbürgisch-sächsischen bäuerlichen Kultur zeichnen, wäre das Buch durch die - durchaus wünschenswerte - Aufnahme weiterer Ortschaften wohl zu unhandlich geworden. So bleibt nur die Hoffnung, dass diesem ersten Band - als sinnvolle, ja notwendige Ergänzung zur Denkmaltopographie - alsbald weitere Bände der neuen Reihe folgen werden.
Christoph Machat Muzeul de Etnografie Brasov / Ethnographisches Museum Kronstadt, Ligia Fulga (coord./ Hg.): Sasii (transilvaneni) despre ei însisi / Die Siebenbürger Sachsen über sich selbst. Volumul I / Band I, Editura/Verlag Transilvania Expres, Brasov/Kronstadt 2008 (erschienen 2009), 324 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Erhältlich über Bestellung beim Siebenbürgen-Institut in Gundelsheim zum Preis von 24,90 Euro, zuzüglich Portokosten. |
4. DISKUSSIONEN
5. TV-TIPPS
Quelle: Pressetexte der Sender
EinsExtra, Samstag, 2. Januar, 21.45 bis 22.15 phoenix, Montag, 4. Januar, 22.15 bis 22.45 EinsExtra, Freitag, 15. Januar, 00.30 bis 01.00 Ware Mensch Illegaler Eizellenhandel in Rumänien Weibliche Eizellen sind weltweit Mangelware. Die Lieferantinnen dieses "Humanrohstoffs" sind oft blutjung, ungebildet und arm, was skrupellose Eizellenhändler vor allem in Osteuropa ausnutzen. Für wenig Geld dienen ihnen junge Rumäninnen als so genannte "Eizellenspenderinnen" - als lebende Eizellenreservoire für die betuchte Klientel aus Westeuropa, USA und zunehmend aus asiatischen Ländern.
SWR / SR, Sonntag, 3. Januar, 03.35 bis 04.00 Eisenbahn-Romantik Waldbahnidylle in Transsilvanien Im Nordosten Rumäniens gibt es Wälder, in denen heulen Wölfe, schnauben Bären und Dampfrösser lassen ohrenbetäubende Pfiffe durch die grüne Einsamkeit hallen. In Viseu de Sus, auch bekannt als Oberwischau, ist die einzige Waldbahn Europas unterwegs, die noch mit Dampf fährt. Die Wassertalbahn. 1932 wurde mit dem Bau der 760-mm-Schmalspurbahn begonnen und kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges nahm die Bahn ihren Betrieb auf. Die kleinen Dampfloks mussten sich bergauf nur mit den leeren Wagen abmühen - bergab rollten die beladenen Züge praktisch von alleine in die Holzfabrik. Waldbahnen waren deshalb in ganz Europa verbreitet, besonders aber im Karpatenraum. Noch 1967 existierten gut 3000 Kilometer Waldbahnstrecken. Heute ist die Wassertalbahn die einzige noch funktionierende Waldbahn Rumäniens - alle anderen Strecken sind stillgelegt.
BR-alpha, Sonntag, 3. Januar, 13.15 bis 14.00 Die Donau - Von der Quelle bis zur Mündung(6/7) Zwischen Rumänien und Bulgarien Doku-Reihe / 2001
3sat, Dientag, 5. Januar, 06.00 bis 06.45 Geschichten aus Siebenbürgen Siebenbürgen liegt im Herzen Südosteuropas. Deutsche, Ungarn und Rumänen siedelten dort seit alters her und gaben dem heute zu Rumänien gehörenden Landstrich ihren jeweils eigenen Namen. Die Deutschen nannten ihn Siebenbürgen, die Ungarn Erdely und die Rumänen Transsylvanien, was "jenseits der Wälder" heißt. Die unterschiedlichsten Menschen sind dort zuhause, darunter der deutschstämmige Postmeister Henning und seine Familie im kleinen Ort Michelsberg, der erfolgreiche Bürgermeister Klaus Johannis der aufstrebenden Karpatenmetropole Hermannstadt, die 2007 gemeinsam mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas war, und jene Menschen, die dort einen neuen Anfang wagen. Der Film von Erich Reißig erzählt von der Landschaft und den Menschen Siebenbürgens.
hr-fernsehen, Freitag, 8. Januar, 11.25 bis 11.55 Ein Kind aus der Ferne (1/5) Zwei kleine Brüder Silke und Armin Klotz aus Nordrhein-Westfalen können nach zwei Jahren Wartezeit den rumänischen Jungen Florin adoptieren. Sie haben bereits einen rumänischen Adoptivsohn. Zu dritt fliegen sie nach Rumänien, um die restlichen Formalitäten zu erledigen und den zweijährigen Florin abzuholen. Christian und Connie Fürholzer aus Ditzingen bei Stuttgart sind zusammen mit ihrem leiblichen Sohn Axel in Kiew. Sie nutzen die Wartezeit auf Ausstellung der Ausweispapiere, um das Vertrauen ihres Wunschsohns Viktor zu gewinnen.
BR-alpha, Samstag, 9. Januar, 19.15 bis 20.00 Als der Ostblock Geschichte wurde (2/5) Rumänien - Der Ankläger Ceausescus Nach den Jahren der Diktatur unter Ceausescu erlebte Rumänien im Dezember 1989 eine Revolution, die in der Hinrichtung Ceausescu gipfelte. Die Reportage zeigt die Hintergründe des damals blutigsten Umbruchs im Ostblock. Es war der blutigste Umbruch im ehemaligen Ostblock: Rumänien 1989. Über 1.000 Menschen starben, mehrere Tausend wurden verletzt. Der spektakuläre Sturz des Diktators Nicolae Ceausescu am 21. Dezember 1989 war von langer Hand vorbereitet - von seinen Gegnern, die selbst an die Macht wollten. Dan Voinea war der Ankläger im Verfahren gegen Nicolae und Elena Ceausescu nach 24 Jahren Diktatur. Für Voinea war es der Prozess seines Lebens. Bis heute sind seine Beweggründe unklar, ebenso wie viele andere politische und historische Dinge in dem Land, das seit Anfang 2007 zur EU gehört. Handelte er aus Pflichtgefühl für Rumänien oder weil er seine Karrierechance witterte oder schlicht und einfach, weil er gefragt wurde? Inzwischen wurde Dan Voinea vom Generalstaatsanwalt am Militärgericht zu dessen Stellvertreter degradiert. Sogar der Wechsel zum Zivilgericht wurde ihm nahegelegt. Dan Voinea hat nicht gelitten unter Ceausescu. Gelitten hatte Nicoleta Matei, heute 34, die mit Vater und Bruder ins Gefängnis und später in ein Umerziehungsheim gesperrt wurde. Eine bis heute traumatische Erfahrung für die junge Mutter. Oder der 36-jährige Catalin Giurcanu, der seinen Vater in den Revolutionswirren verlor und ihn erschossen im eigenen Wohnviertel fand. Sie erzählen, wie sie die Revolution von 1989 erlebt, wie sie gelitten haben und wie sie heute dafür kämpfen, dass die Verantwortlichen für die Toten und Verletzten endlich vor Gericht gestellt werden - nach 20 Jahren. Einer der Verantwortlichen ist in ihren Augen der Nachfolger Ceausescu, Ion Iliescu, der mit einer Clique Gleichgesinnter den Umsturz von langer Hand vorbereitete. Er, ein Befürworter der Perestroika unter Gorbatschow, knüpfte nach seinem Amtsantritt im Mai 1990 wieder enge Beziehungen zur Sowjetunion. Bis heute leugnet er jegliche Verbindungen mit Moskau. Das Filmteam besuchte auch Lázló Tökés, den Pastor aus Temeswar, vor dessen Haus damals die Revolution begann. Er hatte mit einem Interview bereits im Sommer 1989 die elenden Verhältnisse in Rumänien als einer der Ersten öffentlich gemacht. In seinen Predigten übte er immer wieder Kritik an den Zuständen in Rumänien. Als er seine Gemeinde verlassen sollte, versammelten sich in der Nähe seines Hauses die Menschen, um seine Versetzung zu verhindern. Heftige Unruhen folgten, die wenige Tage später das ganze Land ergriffen und schließlich zum Sturz des Regimes führten. Die Dokumentation von Sylvia Nagel erzählt mit bisher unveröffentlichtem Archivmaterial von den Jahren der Diktatur, in denen Nicolae und Elena Ceausescu gute Geschäfte mit dem Westen machten und Rumänien von der Sowjetunion weitgehend unabhängig war. Sie erzählt aber vor allem von dem gelenkten Umsturz, der im Dezember 1989 zur Revolution wurde, von dem legendären, bis heute umstrittenen Prozess unter Militärstaatsanwalt Dan Voinea gegen das Diktatorenpaar und von der quasi öffentlichen Erschießung vor laufender Kamera.
phoenix, Sonntag, 10. Januar, 23.30 bis 00.15 Suche Kind, zahle bar Die Adoptionslobby Marineta Ciofu hat jede Spur von ihrem Kind verloren. Vor fast 10 Jahren musste die Rumänin aus ärmlichen Verhältnissen ihre uneheliche Tochter in einem Babyheim zurücklassen - mit der festen Absicht, sie zurückzuholen, sobald es ihr besser ginge. Doch plötzlich war das Mädchen verschwunden. Fast zehn Jahre später erfährt Marineta die Wahrheit. Ihr Kind ist adoptiert worden. Von einer amerikanischen Familie.
3sat, Dienstag, 12. Januar, 05.05 bis 00.50 Die Bekenntnisse des Pater Georg Aus dem Leben des Jesuiten Georg Sporschill SJ Der Jesuitenpater Georg Sporschill widmet sein Leben den Schwächsten der Gesellschaft: Obdachlosen, Drogensüchtigen und verlassenen Kindern. Er hat in Wien, Rumänien, Bulgarien und Moldawien Orte der Zuflucht für jene geschaffen, die kein Zuhause mehr haben. Der Film von Andrea Eckert begleitet Pater Georg Sporschill zu "seinen" Straßenkindern in Bukarest, für die er unter anderem das "Haus Lazarus" gegründet hat.
SWR / SR, Donnerstag, 14. Januar, 01.55 bis 02.25 Leben live Kreaturen der Finsternis - Die Movile-Höhle Seit Jahrmillionen liegt sie verborgen im Untergrund, ohne Licht und Sauerstoff. Trotzdem ist sie eine Oase des Lebens: die Movile-Höhle an der Schwarzmeerküste Rumäniens. Wie ist das möglich? Wenn unter solchen extremen Bedingungen neue Arten entstehen, könnte dann nicht auch Leben auf anderen Planeten, zum Beispiel dem Mars, existieren? In einem Karstgebiet an der rumänischen Schwarzmeerküste ruht sie, die "Pestera Movile", ein Millionen Jahre lang gehütetes Geheimnis. 1986 entdeckte der Geologe Cristian Lascu die "Höhle unter den Hügeln" mehr oder weniger zufällig. Sie wirkte auf den Forscher wie eine Raumstation im Untergrund, die vor ihrer Öffnung von der Außenwelt völlig abgeschnitten war. Dabei stieß Lascu auf ein Ökosystem, das fern vom Sonnenlicht existiert und die Vorstellungen von den Antriebskräften und den Grenzen biologischer Existenz radikal verändert hat. 20 Jahre nach der Entdeckung, ist der Mikrokosmos der Movile-Höhle für die Wissenschaft aufschlussreicher als je zuvor, denn er könnte auch eine Antwort sein auf die Frage, ob Leben auf anderen Planeten des Sonnensystems möglich ist. Vermutlich spielt sich ein großer Teil des Lebens auf der Erde gar nicht an der Oberfläche ab, sondern in der Tiefe, im Verborgenen und in ewiger Dunkelheit. Reporterin Sylvia Strasser hat sich dem Höhlenforscher Cristian Lascu und dem Mikrobiologen Radu Popa auf eine Expedition in die Finsternis begeben, mitten in das Herz der Movile-Höhle.
KI.KA, Samstag, 16. Januar, 20.10 bis 20.55 KRIMI.DE Hamburg - Das Klaukind Deutschland 2007 Coco wird Zeugin, wie ein 13-jähriges Mädchen vor zwei Männern flieht. Spontan schlägt sich der deutsch-türkische Teenager Coco auf die Seite des Mädchens und bringt es bei ihrer besten Freundin Amelie in Sicherheit. Dort erfährt das Duo mit dem detektivischen Spürsinn, dass Lia aus Rumänien stammt und mit ihrem kleinen Bruder Cosmin in Hamburg zum Klauen gezwungen wird. Ein erster Versuch, Cosmin aus den Händen des Kinderhändlerrings zu befreien, scheitert und nun geraten auch der befreundete Anwalt und seine Freundin in Gefahr. Coco und Amelie müssen nun erst recht das Versteck der Bande finden, um ihre Freunde zu befreien und die Verbrecher zu überführen.
phoenix, Sonntag, 17. Januar, 21.00 bis 21.45 phoenix, Montag, 18. Januar, 19.15 bis 20.00 Spartacus - Gladiator gegen Rom Gut 70 Jahre vor Christi Geburt rebelliert ein bis dahin unbekannter Sklave gegen die römische Unterhaltungsindustrie, die mit ihren Gladiatorenspielen Menschen zu blutrünstigen Monstern degradiert. Sein Name: Spartacus, der römische Kriegsgefangene aus dem heutigen Rumänien. Der Film erzählt sein ebenso kurzes wie dramatisches Leben.
Weitere TV-Tipps demnächst auf Siebenbuerger.de . |
6. LESERECHO
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[Leserecho von Ernst von Kraus]
Jürgen aus Siebenbürgen "zwingt" alten Mann, eine Stunde lang Popmusik zu hören
Heute am 11. Dezember 2009 erhielt ich die CD "Auldiest" ("Manchmal") von Jürgen Dörr aus Siebenbürgen und war begeistert. Ich alter Mann, 85 Jahre alter Schauspieler, der ich die Popmusik ablehnte und nur klassische Musik hören wollte und mich über das Englische ärgerte, weil ich in Rumänien nur Französisch und Rumänisch gelernt hatte, hörte mir eine Stunde lang Popmusik an, weil der Sänger meine Sprache, die ich als Kind von meiner Mutter hörte, sprach: Siebenbürgisch-Sächsisch. Ich fühlte mich angesprochen, ich verstand jedes Wort, ich konnte mitfühlen, was er sagte, es war herrlich! Ich hätte nie gedacht, dass jemand mich dazu bewegen kann, eine Stunde lang Popmusik zu hören. Ich danke ihm und seiner siebenbürgisch-sächsischen Band für diese schöne Stunde und wünsche den Mädels und den Jungen noch viel Erfolg und meinen lieben Landsleuten viele schöne Stunden bei der Musik und den schönen Texten von "Jürgen aus Siebenbürgen".
Ernst von Kraus, Schauspieler i.R., Regensburg |
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